Was AFIR und TEN-T für die Einhaltung der Vorschriften an Flughäfen bedeuten
Flughäfen in ganz Europa sehen sich strengeren Umweltauflagen gegenüber. Zwei wichtige EU-Rahmenwerke – die Verordnung über die Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR) und das Transeuropäische Verkehrsnetz (TEN-T) – verlangen von den Flughäfen nun, die elektrische Infrastruktur auszubauen und die Emissionen von Flugzeugen am Boden zu reduzieren.
Für viele Betreiber bedeutet dies, dass sie für eine zuverlässige Stromversorgung und klimatisierte Luft an den Toren und abgelegenen Ständen sorgen müssen.
AFIR: Elektrizität für stationäre Flugzeuge
Die Verordnung (EU) 2023/1804 über die Infrastruktur für alternative Kraftstoffe, die seit April 2024 in Kraft ist, unterstützt die Klimaziele der EU, indem sie die Mitgliedstaaten verpflichtet, die Infrastruktur für alternative Energien in allen Verkehrssektoren auszubauen.
In der Luftfahrt konzentriert sich AFIR auf die Versorgung stationärer Flugzeuge mit Strom. Damit sollen Fluggesellschaften in die Lage versetzt werden, Hilfstriebwerke (APUs) abzuschalten und stattdessen bodengebundene Energie zu nutzen.
Dies hilft Flughäfen und Fluggesellschaften dabei:
- Reduzieren Sie CO₂-Emissionen
- Niedrigerer Lärmpegel auf dem Vorfeld
- Verbessern Sie die lokale Luftqualität
- Reduzieren Sie den Kraftstoffverbrauch beim Wenden
AFIR fördert auch die effiziente Nutzung der verfügbaren Netzkapazitäten und eine zuverlässige, interoperable Infrastruktur – ein wichtiger Schritt, da der Strombedarf von Flughäfen weiter steigt.
TEN-V Artikel 33: PCA wird zur Standardinfrastruktur
Der TEN-V-Rahmen definiert die Infrastrukturanforderungen für das zentrale und umfassende europäische Flughafennetz. Gemäß Artikel 33 müssen Flughäfen eine vorklimatisierte Luftversorgung für stationäre Flugzeuge bereitstellen.
Für größere Flughäfen – insbesondere solche, die mehr als vier Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen – ist PCA eine wichtige Voraussetzung.
Wie bei AFIR besteht das Ziel darin, Emissionen und Lärm zu reduzieren, indem die Flugzeuge die APUs abschalten können, während sie am Flugsteig stehen.
Zusammen machen AFIR und TEN-T die elektrische Bodenversorgung und die PCA zu wesentlichen Elementen einer modernen Flughafeninfrastruktur.
Vom Nachhaltigkeitsziel zur Compliance-Anforderung
Diese Vorschriften signalisieren eine klare Veränderung. Die Elektrifizierung ist nicht mehr nur eine langfristige Nachhaltigkeitsinitiative – sie wird zu einer Frage der Compliance.
Die Flughäfen müssen nun eine Bewertung vornehmen:
- Ob genügend PCA und elektrische Kapazität an den Toren vorhanden ist
- Wie Sie die Infrastruktur innerhalb der bestehenden Netzgrenzen erweitern können
- Wie Sie kostspielige Aufrüstungen der Stromversorgung vermeiden
- Wie Sie die Emissionsreduktionsziele von Fluggesellschaften unterstützen können
Die Planung skalierbarer und energieeffizienter Lösungen für die Bodenunterstützung ist daher entscheidend.
Unterstützung der Compliance mit effizienten PCA-Lösungen
Hocheffiziente PCA-Systeme helfen Flughäfen, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig den Energiebedarf zu begrenzen.
Der ITW GSE 3500 PCA bietet eine elektrische Bodenkühlung, die es den Fluggesellschaften ermöglicht, die APUs während des Turnarounds abzuschalten. Mit flexiblen Installationsoptionen und Intelligent Power Management (IPM) unterstützt er die Einhaltung von Vorschriften innerhalb der vorhandenen Stromkapazitäten und ermöglicht eine schrittweise Erweiterung der Infrastruktur.
Die Richtung ist klar
Die EU-Politik bewegt die Flughäfen in Richtung eines elektrisch betriebenen Bodenbetriebs. AFIR sorgt für die Verfügbarkeit von Strominfrastrukturen, während TEN-T PCA zu einer Standardanforderung auf großen Flughäfen macht.
Flughäfen, die sich frühzeitig vorbereiten, können die Einhaltung der Vorschriften sicherstellen und gleichzeitig die Bedingungen auf dem Vorfeld verbessern, die Betriebskosten senken und einen nachhaltigeren Betrieb unterstützen.

